06.05.2010:  

Vom 26.4. - 4.5. 2010 waren wir - Ferdi Kerstiens und Christel Bußmann - in Ibirite 

 

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Wie eine kleine Feier:   Christel zündet die Kerze an, Ferdi liest den Brief des Brasilienkreises vor.

 

 

 

Wir haben Rogerio in einem relativ guten Zustand vorgefunden, der sich im Lauf der Woche noch verbessert hat. Er hofft auf die Wirksamkeit der Behandlung und dass ihm eine gute Lebensspanne bleibt.

Ideen und Pläne hat er noch: Er möchte einige Beiträge zur Bibelauslegung in einem Buch herausgeben mit dem möglichen Titel: Theologie der Arbeit von der Bibel her. 

 

 

Rogerio
beim ersten Besuch

 

Essen bei Zenobia und Rogerio,

von links: Maria, Balthasar, Ferdi und Christel 

 

Abschied von Zenobia und Rogerio

  

 

Auch über die zwiespältige Gestalt und Arbeit von Lula haben wir gesprochen, über die zerspaltene PT, über Rassismus , Privatschulen für die Reicheren und über die Entwicklung und Blockierung der Befreiungstheologie, die bei den jüngeren TheologInnen kaum Resonanz mehr finde, aber doch das Leben der kleinen Gemeinden an der Basis mitbestimme.


 

 

Natürlich hatten wir auch Gelegenheit, einige Creches zu besuchen, die wir unterstützen. Amor de Mae in Palmaris geht es schlecht, die Mitarbeiterinnen kämpfen ums Überleben, während Santo Henrique in Washington Pires einen blühenden Eindruck macht.


 

 

Spannend waren einige Besuche im Kinderschutzhaus des Centro, wo wir auch die gute Arbeit unserer „Weltwärts“ – Jugendlichen Jan Greiwe und Eva Schemmelmann sehen konnten.

 

 

Maria, Jan und Eva im Kinderschutzhaus

 

 

Maria und Christel im Gespräch mit dem Vorstand des Centro

 

Kinderfest im Centro für alle, die im Monat Mai Geburtstag haben

 

 

Wir treffen dort zum Beispiel auf den 11jährigen Aleksandre. Seine Mutter war drogenabhängig, ist vom Vater erschossen worden. Von seinem Bruder und anderen Jugendlichen wurde er missbraucht. Er nimmt Medikamente, die seine Unruhe und Aggressivität bremsen sollen.

 

Ein anderer kleiner Junge sollte adoptiert werden, nachdem er längere Zeit im Kinderschutzhaus gewesen war. Auf der Fahrt in die Wohnung des Paares randaliert er im Auto, weil er sich nicht so schnell auf die neue Situation umstellen kann. Maria vereinbart, dass er in mehreren „Etappen“ umgesiedelt werden soll. Nach 2 Tagen meldet das Paar, dass es den Jungen nicht mehr haben will.

 

Der kleine 3monatige Mateus war sehr krank und hat 3 Wochen im Krankenhaus ums Überleben gekämpft. Er ist jetzt gesund und wird gerade, als wir dort sind, von einem adoptionswilligen Paar abgeholt.

Bei anderen Kindern spürt man, dass sie auch gern in Familien möchten. Sie haben aber kaum noch eine Chance, weil sie zu „alt“ sind.


 

 

2 Tage vor unserer Abreise gibt es in der „Casa Maria“, wo wir voller Herzlichkeit in der Zeit unseres Besuches aufgenommen waren, ein großes Fest aller engagierten Menschen, die in den vergangenen Jahren schon einmal in Deutschland waren, eingeladen vom Brasilienkreis.

 

 

Fest aller, die schon mal in Marl waren

 

Christel und Ferdi im Gespräch mit Maria


 

Es wurde ein wunderbares Wiedersehensfest mit 26 Leuten! 

 

 

 

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