Gemeindebezug des BK St. Heinrich/St. Josef
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Die Gemeinde St. Heinrich gibt es seit 1963. Im Wirtschaftsaufschwung der 50er Jahre boomte auch die chemische Industrie, und viele Familien, deren Arbeitsplatz die „Chemischen Werke Hüls“ waren, zogen nach Drewer-Süd. Dort entstand parallel zur evangelischen Auferstehungsgemeinde eine lebendige katholische Gemeinde, die von Beginn an geprägt war durch Kommunikation unter den verschiedenen Generationen und einen lebhaften ökumenischen Austausch mit der Auferstehungsgemeinde.
Seit Gründung des Brasilienkreises 1980 ist es den Mitgliedern wichtig, die Gemeinde St. Heinrich durch die Gestaltung von Gottesdiensten und Erzählabende von Reisen zu den brasilianischen Partnergemeinden mit in die partnerschaftlichen Kontakte einzubinden.
Kirche St. Heinrich
Einen deutlichen Schub bekam die Präsenz des Brasilienkreises in der Gemeinde durch den ersten Besuch „kleiner Leute“ aus Palmaris, Sol Nascente und Washington Pires. Zum ersten Mal waren nicht nur Priester und Bischöfe im Sinne der Befreiungstheologie zu Gast in Marl, sondern 2 Frauen und 3 Männer von der Basis. Es gab viele Besuche bei Marler Familien und die „BotschafterInnen“ aus den Partnergemeinden hatten unverwechselbare Gesichter und Stimmen, die bewegende Geschichten ihres Lebens und ihrer Basisgemeinden erzählten. Seitdem finden regelmäßige Besuche alle 2 – 3 Jahre statt, jeweils abwechselnd in den Partnergemeinden und in Marl, die auch VertreterInnen aus Recife und Lago da Junco in der Diözese Bacabal mit einbeziehen. Auf diese Weise sind inzwischen viele persönliche Freundschaften entstanden.
St Heinrich Kirche und "Arche"
Der Kontakt zur Vorschule in einer Favela in Recife wurde auch von der Frauengemeinschaft St. Heinrich aufgenommen. Bis heute ist der Erlös des jährlichen Frühlingsbasars für diese Vorschule bestimmt. Auch bei anderen Gelegenheiten wird die Vorschule immer wieder von der Frauengemeinschaft unterstützt.
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Ende 2008 kam es zur Fusion der Nachbargemeinden St. Michael, St. Josef und St. Heinrich zur Großpfarrei St. Josef. Schon im Vorfeld der Fusion gab es Kontakttreffen zwischen den Eine-Welt-Kreisen der drei Gemeinden.
St. Josef pflegt seit langem Austausch mit der mexikanischen Diözese Tula, St. Michael zu Gemeinden im afrikanischen Staat Burundi. Alle drei Kreise haben eine unterschiedliche Geschichte und verschiedene Schwerpunkte, und so soll es auch bleiben.
Allerdings pflegen die drei Gruppen einen regelmäßigen solidarischen Austausch, der immer wieder in gemeinsam gestalteten thematischen Gottesdiensten mit anschließendem Essensangebot Ausdruck findet. Damit soll das Gesicht der Einen Welt in der Pfarrei Konturen gewinnen und immer stärker präsent sein.
Kirche St. Josef